Wirtschafts-News: Arbeitslosenquote in der Eurozone stagniert bei 8,5 Prozent

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dpa/Yoan ValatJobsuchende in Paris: Die Lage auf dem Arbeitsmarkt der Eurozone hat sich im März nicht weiter entspannt.

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Wirtschaft der Eurozone wächst deutlich langsamer

11.45 Uhr: Das Wirtschaftswachstum in den Ländern der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn deutlich verlangsamt. Wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal nach einer ersten vorläufigen Schätzung im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,4 Prozent. In den drei vorangehenden Quartalen hatten die Euroländer ein Wachstum von jeweils 0,7 Prozent verzeichnet.

Diese Entwicklung bestätigt die Befürchtungen der Europäischen Zentralbank (EZB): Nach mehreren Quartalen, in denen das Wirtschaftswachstum die Erwartungen übertroffen hatte, hatte die EZB vergangenen Donnerstag mitgeteilt, sie rechne mit einer Verlangsamung.

Den vorläufigen Zahlen von Eurostat zufolge wuchs die Wirtschaft in der gesamten EU ebenfalls um 0,4 Prozent. Im vierten Quartal 2017 waren es 0,6 Prozent gewesen.

Arbeitslosenquote in der Eurozone stagniert wie erwartet

11.13 Uhr: Der Arbeitslosenquote in der Eurozone hat sich im März wie erwartet nicht verändert. Die Quote habe bei 8,5 Prozent verharrt, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Niedriger war die Quote zuletzt im Dezember 2008.

Bankvolkswirte hatten mit einer stabilen Quote gerechnet. In den vorangegangenen Monaten hatte sich der Arbeitsmarkt immer mehr erholt. Infolge der Eurokrise war die Arbeitslosenquote im Jahr 2013 noch über 12 Prozent gestiegen.

In absoluten Zahlen fiel die Arbeitslosigkeit im März im Monatsvergleich um 83.000 auf 13,8 Millionen. Im Jahresvergleich fiel die Arbeitslosenzahl um 1,4 Millionen.

Trotz der Besserung zeigen sich auf dem Arbeitsmarkt weiterhin große Unterschiede zwischen den Euroländern: Eine sehr hohe Arbeitslosigkeit weisen Griechenland (aktuellste Zahlen vom Januar: 20,6 Prozent) und Spanien (16,1 Prozent) auf. Dagegen steht Deutschland mit einer Quote von 3,4 Prozent derzeit besonders gut da. Allerdings weicht diese Quote wegen einer anderen Berechnungsgrundlage deutlich von dem Wert der Bundesagentur für Arbeit ab.

Dax steigt mit Schwung über 12.700 Punkte

10 Uhr: Der Dax hat am Mittwoch nach der Feiertagspause an Schwung gewonnen. Nach einem nur wenig veränderten Start legte der deutsche Leitindex bei relativ dünnen Umsätzen um 0,80 Prozent auf 12.713,51 Punkte zu.

Der MDax gewann 0,76 Prozent auf 26.164,37 Punkte. Für das Technologiewerte-Barometer TecDax ging es um 1,78 Prozent auf 2672,41 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte zugleich um 0,30 Prozent vor. Der Euro übersprang zwar wieder die Marke von 1,20 US-Dollar, aber nur knapp.

Unter den Einzelwerten im Dax stachen die Aktien von Infineon mit plus 2,7 Prozent positiv hervor und machten damit ihre seit Ende April erlittenen Verluste wieder wett. Im TecDax gewannen die Chipwerte Dialog Semiconductor und Aixtron jeweils rund 7 Prozent hinzu. Die Branche profitierte von den besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen des iPhone-Herstellers Apple.

Die im Fall einer Fusion mit Praxair zum Umtausch vorgesehenen Papiere des Industriegase-Herstellers Linde legten um 2,3 Prozent zu. Der Zusammenschluss der beiden Konzerne rückt zusehends näher. Am Freitag war eine weitere kleine, aber wichtige regulatorische Hürde genommen worden: Der für die Prüfung ausländischer Investitionen in den USA zuständige Ausschuss CFIUS hat keine Einwände.

Im SDax legte der Motorenbauer Deutz seine Zahlen zum ersten Quartal vor, was den Papieren ein Plus von 1,2 Prozent bescherte.

VW-Betriebsratschef Osterloh fordert Streichungen im Entwicklungsetat

Mittwoch, 2. Mai, 08:10 Uhr:VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sind bei dem Autobauer Parallelarbeiten besonders im Entwicklungsbereich ein Dorn im Auge. \”In dem Konzern mit seinen zwölf Marken müssen wir die Synergien besser heben», sagte Osterloh dem \”Handelsblatt\” vom Mittwoch. Im Blick hat er vor allem die Entwicklungsabteilungen der einzelnen Marken, die parallel an neuen Verbrennermotoren und der Batterietechnologie arbeiten. \”Wir entwickeln zu oft dort doppelt und dreifach, wo es nicht nötig ist\”, sagte der 61-Jährige, der auch im Aufsichtsrat von Volkswagen sitzt.

Zum Einsparvolumen machte Osterloh keine Angaben. In dem Bericht hieß es unter Berufung auf Konzernkreise dazu, durch eine engere Abstimmung der Marken ließen sich Einsparungen im mittleren einstelligen Milliardenbereich realisieren.

Diese Synergien zu heben, habe der Aufsichtsrat dem früheren Vorstandschef Matthias Müller nicht zugetraut. Mitte April war Müller von Herbert Diess ersetzt worden, der bislang für die Kernmarke VW zuständig war und zuvor für BMW gearbeitet hatte. \”Mit seinen drei Jahren bei VW kennt er das Unternehmen, er ist aber freier in seinen Entscheidungen als andere Manager vor ihm\”, sagte Osterloh über Diess.

Im Video: 3600 Euro Rente am Tag! VW-Chef Müller bekommt einen Rauswurf de luxe

FOCUS Online/Wochit3600 Euro Rente am Tag! VW-Chef Müller bekommt einen Rauswurf de luxe

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https://www.focus.de/finanzen/boerse/wirtschafts-news-arbeitslosenquote-in-der-eurozone-stagniert_id_8859643.html